Was war das für ein erhellender und zugleich auch viele Fragen aufwerfender Besuch? Fast 50 ProHof-Mitglieder und davon doch einige, die noch nie in der Sternwarte waren, waren beeindruckt von den kaum zu erfassenden Zahlen und faszinierenden Bildern unseres Sternenhimmels.
Am leichtesten zu verstehen noch die Entfernung von der Erde zum Mond: gerade einmal rund 385.000 Kilometer. Aber schon bei der Sonne geht es in unvorstellbare Sphären: es sind 149.6 Millionen Kilometer…
Und dann kommen noch ganz andere Zahlen mit noch mehr Nullen und noch weniger Vorstellungskraft dazu. Unser Himmelszelt steckt voller Geheimnisse, beeindruckt uns und lässt uns fragend zurück. Ob es wohl ein Leben außerhalb unserer Erde geben wird? Der schieren und unermesslichen Weite wegen sehr wahrscheinlich. Wie es aussehen wird? Unsere Vorstellungskraft übersteigt das. Eine wesentliche Erkenntnis des Abends: der Blick in das Weltall lehrt Demut, Demut vor der Schöpfung und ordnet ein, dass wir Menschen ganz winzig und vielleicht auch unbedeutend sind – selbst die Reichsten und Mächtigsten.
Der Blick ins Orbit gelingt am besten, wenn es ganz dunkel ist. Und selbst am Besuchertag, als der Himmel nicht ganz klar war, war es möglich Mond und Jupiter durch das Teleskop ganz nah und mit vielen Details zu sehen.
Quintessenz eines besonderen Termins, den schon Albert Einstein so formuliert hat: Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit. Es wäre hier auf Erden so vieles leichter, wenn an Letzterem tagtäglich gearbeitet und die Chance auf Besserung gewahrt würde.
Wer Lust bekommen hat, einmal durch ein Teleskop zu schauen und sich mit dem großartigen Team der Sternwarte auszutauschen, kann dies jeden Freitag ab 20 Uhr tun. Anke Bogler
Fotos: Hilmar Bogler

